Rudolf Pleban


Rudolf Pleban

Rudolf Pleban wurde als zweiter Sohn des k.u.k. Offiziers Ferdinand Pleban und dessen Ehefrau Milka Scabroth am 25.11.1913 in Peterwardein (Ungarn) geboren.

Nach der Volksschule in Tullnerbach besuchte er auf Wunsch des Vaters die k.u.k. Kadetten-Schule in Wien, Hütteldorf. 1929 brach er mit der Familientradition und wechselte in die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt Wien.

1932 - 1938 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Schillerplatz bei Prof. Ferdinand Andri Malerei und bei Prof. Anton Hanak Bildhauerei.

1939 heiratete er Leopoldine Leeb, eine Volksschullehrerin.

1942 und 1945 wurden die Töchter Renate und Bettina geboren. Er lebte mit seiner Familie in Tullnerbach-Lawies, Genéestraße 7.

Bis 1938 war er Mitglied der Wiener Sezession, danach Mitglied des Wiener Künstlerhauses.

Im 2. Weltkrieg leistete er Kriegsdienst und wurde schwer verwundet.

1947 - 1965 war er als Professor an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien tätig.

1962 - 1964 stand er als Präsident dem Landesverband der NÖ - Kunstvereine vor.

Sein künstlerisches Schaffen umfasst Grafik, Aquarell, Gouache, Ölmalerei, Wandmalerei, Hinterglasmalerei, Buchillustration und Einbandgestaltung, Entwurf von Briefmarken, Werke der Bildhauerei (Portraits) und nicht zuletzt die in den 50/60er Jahren berühmte großformatige Gschnas Malerei im Künstlerhaus Wien.

In zahlreichen öffentlichen und privaten Aufträgen arbeitete er in angewandten Techniken wie Fresko, Mosaik, Sgraffito, Wandmalerei (zb im Sitzungssaal der Stadtgemeinde Pressbaum) oder fertigte Entwürfe z.B. für Bleiglasfenster, keramische Öfen, Schmiedeeisengitter, etc.

Er erhielt für seine künstlerische Arbeit mehrere Preise. Viele Werke sind in öffentlichem und privatem Besitz.

Am 1. Juni 1965, verstarb Rudolf Pleban mit 52 Jahren in Zwettl an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Seine letzte Ruhestätte befindet sich am Tullnerbacher Friedhof.

Mit dem „Prof. Rudolf Pleban Park“ und der „Prof. Rudolf Pleban Strasse“ gedenken die Gemeinden Tullnerbach und Pressbaum des Künstlers.

Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie unter https://austria-forum.org/af/AEIOU/Pleban, Rudolf